Maschine : Mensch - Wer entscheidet in Zukunft über unsere Jobs?

02.10.2019 13:00 - 17:00

WUK Bildungs- und Beratungstag 2019

Intelligente Systeme zur Bewertung von Job-Chancen und zur Auswahl geeigneter Bewerber_innen sind bereits Realität. Die voranschreitende Digitalisierung bringt laufend neue Technologien hervor, die in Zukunft auch Berufswahl und Arbeitsvermittlung entscheidend beeinflussen werden. Ersetzen intelligente Roboter und Chatbots also bald Bildungs- und Berufsberater_innen?

Beim WUK Bildungs- und Beratungstag 2019 werden wir uns mit Chancen und Risiken von Algorithmen, Künstlicher Intelligenz und Big Data in der Berufswahlentscheidung und der Jobvermittlung auseinandersetzen. Ob die technischen Werkzeuge objektivere und damit gerechtere Entscheidungen treffen können oder ob sie bestehende Ungleichheiten am Arbeitsmarkt sogar verstärken – das wird Moderatorin Lisa Mayr ausführlich mit den Referent_innen Wolfie Christl und Schifteh Hashemi sowie den Expert_innen Judit Marte-Huainigg (AMS Österreich), Johanna Hummelbrunner (Robert Bosch AG) und René Pfister (Austrian Airlines AG) im Rahmen einer Publikumsdiskussion erörtern.

Programm
Wolfie Christl: DIGITALE CHANCEN ODER AUTOMATISIERTE UNGLEICHHEIT?
Big Data, Algorithmen und künstliche Intelligenz - auch in den Bereichen Bildung, Arbeitswelt, Sozialsystem und Berufsberatung ist immer häufiger von diesen Begriffen die Rede. Was bedeuten sie überhaupt? Wem nützen diese Technologien und wohin geht die Entwicklung? Ob Talente-Checks, Arbeitslosen-Profiling oder automatische Filter bei Jobbewerbungen – Computer geben bereits folgenschwere Empfehlungen in vielen Lebenssituationen oder treffen gar Entscheidungen über Menschen. Welche Herausforderungen und Risiken ergeben sich daraus? Und was bedeutet das für den Beratungsalltag? Automatisierung dient häufig der Kosteneinsparung und Effizienzsteigerung. Gesellschaftliche Ziele und Werte wie Gerechtigkeit, Menschenwürde und Mitbestimmung spielen oft kaum keine Rolle. Wie können wir Digitalisierung demokratisch und gerecht gestalten?
Wolfie Christl denkt, forscht und schreibt über Informationstechnologie, Daten, Algorithmen und Gesellschaft. Er ist Publizist, Programmierer mit sozialwissenschaftlichem Hintergrund und Leiter von "Cracked Labs" in Wien. Christl hat mehrere international vielfach diskutierte Studien veröffentlicht und hat viele Vorträge in ganz Europa gehalten.

Schifteh Hashemi: SOZIALE UNTERNEHMEN ALS ZUKUNFTSLABORE DIGITALER INKLUSION
arbeit plus, das österreichweite Netzwerk Sozialer Unternehmen beschäftigt sich intensiv mit der Frage, welche Auswirkungen Digitalisierungsprozesse auf die Teilhabe benachteiligter Menschen am Arbeitsmarkt haben. Digitale Inklusion wird zur zentralen Voraussetzung für soziale Teilhabe und Beschäftigung. Das hat auch Auswirkungen auf die Sozialen Unternehmen und deren arbeitsmarktpolitische Beratungs-, Bildungs-, und Beschäftigungsangebote. Neben einer sozialpolitischen Verortung und Werteorientierung zum Thema Digitalisierung und digitale Inklusion werden die ersten Prototypen und Ideen des #diginclusion Projekts von arbeit plus präsentiert. Im Rahmen dieses viermonatigen Innovationsprojekts wurden mit vier organisationsübergreifenden Teams aus Sozialen Unternehmen erste Prototypen und Lösungsansätze zur digitalen Inklusion von am Arbeitsmarkt benachteiligten Menschen entwickelt. Besonderer Wert wurde dabei auf die Nutzer_inneneinbindung und innovative Prozessmethoden gelegt.
Schifteh Hashemi ist stv. Geschäftsführerin von arbeit plus, dem Netzwerk Sozialer Unternehmen in Österreich und leitet dort das #diginclusion Projekt. Die Sozioökonomin beobachtet gesellschaftliche Entwicklungen und analysiert, was das für die Zukunft der Sozialen Unternehmen bedeutet.

PUBLIKUMSDISKUSSION: WER ENTSCHEIDET IN ZUKUNFT ÜBER UNSERE JOBS?
MIT DEN VORTRAGENDEN UND Judit Marte-Huainigg - Arbeitsmarktservice Österreich, Johanna Hummelbrunner - Robert Bosch AG und René Pfister - Austrian Airlines AG

Alle Infos und Anmeldung zur Veranstaltung: www.wuk.at/programm/bb-tag-2019/